Queere Weihnachtsrezepte - Tiramisu à la Tantouse

Wann, wenn nicht jetzt um die Weihnachtszeit, können wir es uns erlauben, ohne schlechtes Gewissen zu schlemmen. Vorsätze bzgl. einer Gewichtsabnahme können getrost auf das neue Jahr verschoben werden. Schließlich ist nur einmal im Jahr Weihnachten. Heute möchte ich euch meinen persönlichen Dessert-Klassiker vorstellen, der schon so manchen Schwulen von seinen noch so ambitionierten Diätplänen abgebracht hat. Die Rede ist vom sagenhaften 'Tiramisu à la Tantouse'.

Die Zubereitung war lange Zeit ein wohlgehütetes Tuntengeheimnis, in das nur wenige Außenstehende eingeweiht waren. Es wurde seit Menschengedenken von Generation zu Generation weitergegeben und im Laufe der Zeit begannen sich Mythen und Legenden rund um die Zubereitung zu ranken. So munkelt man beispielsweise, das Dessert besitze aphrodisiernde Kräfte. Wollt ihr also eure_n Angebetete_n für euch gewinnen, solltet ihr das folgende Rezept aufmerksam lesen.

Zutaten:

  • 500g Mascapone

  • Zucker (mind. 5 Esslöffel)

  • ca. 30 cl Irish Cream

  • Löffelbiskuits

  • Schattenmorellen, entsteint und gezuckert (Abtropfgewicht 350 g)

  • Schokoraspeln (Garnitur)

  • Kakaopulver (Garnitur)

Du brauchst außerdem:

  • Rührschüssel

  • Handrührgerät

  • Sieb zum Abtropfen

  • Auflaufform (ca. 30 cm lang)

Zubereitungsdauer: 20 min.

Um den Zauber so richtig wirken zu lassen, spielt die richtige Stimmung bei der Zubereitung eine entscheidende Rolle. Das bedeutet im Klartext, das Dessert muss stets mit Liebe und Sorgfalt zubereitet werden, und darf nicht einfach zwischen Tür und Angel dahingeschludert werden. Erfahrene Tunten schwören darauf, dass sich die Wirkung nur dann voll und ganz entfalte, wenn bei der Zubereitung Lieder von Zarah Leander gespielt würden. Madonna, Britney Spears oder Lady Gaga seien hier hingegen nicht zu empfehlen...

Als erstes nehme man eine Rührschüssel und gebe 500g Mascapone hinein. Hinterher füge man nach und nach ca. 20 bis 25 cl Irish Cream hinzu und verquirle das ganze mit einem Handrührgerät zu einer geschmeidigen Masse, die nicht zu flüssig geraten sollte. Diese lässt sich anschließend mit Zucker abschmecken. Ich nehme hier meist etwa fünf Esslöffel, die Süße kann jedoch ja nach Geschmack variiert werden.

Hinterher gebe man noch entsteinte, gezuckerte Schattenmorellen aus dem Glas hinzu, lasse sie gut abtropfen und hebe sie mit einem Löffel behutsam unter die Mascapone-Creme. Dann lege man den Boden einer Auflaufform mit Löffelbiskuits aus, die in einem nächsten Schritt vorsichtig mit etwas Irish Cream beträufelt werden, bis die Flüssigkeit vollständig aufgesaugt ist. Nun kann die Mascapone-Creme mit den Kirschen darüber gegossen und mit einem Löffel gleichmäßig verteilt und glatt gestrichen werden. Zum Garnieren empfiehlt sich Schokoraspel mit etwas Kakaopulver. Voilà, und fertig ist das 'Tiramisu à la Tantouse'.

 

Verwendete Löffel und Schüsseln dürfen nach Fertigstellung guten Gewissens abgeleckt werden...

 

Bon appétit!

Tipp: Nach eigener Erfahrung ist es ratsam, das Dessert schon einen Tag vorher zuzubereiten, da sich der Geschmack so besonders gut entfaltet.

 

Text von Charlie

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