Veranstaltungsreihe 'Zeit und Raum'

Einmal ohne Stress über gesellschaftliche, fachliche oder politische Fragen aus der Community diskutieren zu können, ist die Voraussetzung für eine kreative Entwicklung und gegenseitiges Verständnis. Sich jenseits der alltäglichen Belastungen mit Zeit und Raum Menschen und Ideen zu öffnen, ermöglicht manchmal überraschende Lösungswege.

Hierzu schaffen wir ein Forum, indem wir uns alle zwei Monate mit Euch zusammenfinden und frei von Sachzwängen im lockeren Rahmen über aktuelle Fragen diskutieren. Dabei möchten wir hin und wieder auch Referent_innen zu spannenden Themen einladen. Wenn Dir ein Thema mit queerem Bezug unter den Nägeln brennt, und du eine Möglichkeit des Gedankenaustauschs suchst, würden wir uns über deine Anregungen freuen. Schreib uns einfach eine kurze Mail.

Bisherige Veranstaltungen

Bund fürs Leben!?

Ort: Prinzenallee 58, 13359 Berlin

Tag: Donnerstag, den 30.03.2017

 

Die Ehe hat in Deutschland eine lange Tradition und war früher, vor allem für Frauen, geradezu überlebenswichtig. Heute verknüpft sie Politik und Privates, Romantik und Steuererklärung, und formt durch ihre Definition die Gesellschaft und damit uns. Es wird gekämpft um die „Ehe für alle“. Es geht um gleiche Rechte und Pflichten, gleiche Vorteile und Freiheiten, um Sicherheiten und Ängste. Im Kern geht es aber um eines: Gleichberechtigung aller Lebensformen in diesem Land. Es ist also ein öffentlicher Kampf, der unser Inneres, ganz Privates angeht. Doch was bedeutet eine Ehe eigentlich rechtlich? Und was bedeutet sie politisch, was emotional? Wie kann sie gelebt werden, was braucht es dazu, warum? Was heißt eigentlich Familie? Wieso binde ich mich an Partner_in(nen)? Warum ist das romantisch? Wieso wünscht mensch sich heute (noch) zu heiraten? Und wer heiratet eigentlich wen?

 

Getrennte Wege!?

Ort: Rodenbergstr. 6, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

Tag: Donnerstag, den 11.02.2016

 

Die Homosexuellen-Emanzipation blickt mittlerweile auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Als Wendepunkt gilt hier der Stonewall-Aufstand 1969. Infolge dessen hat sich auch in der Bundesrepublik der 70er Jahre die Lesben- und Schwulenbewegung radikalisiert. Kämpfte man anfangs noch gemeinsam, quasi in einer Front, gegen Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung sowie rechtliche Gleichstellung, separierte sich schon früh die lesbisch-feministische Bewegung von der Schwulenbewegung. Es fand nicht nur eine Separierung auf politischer Ebene statt, sondern auch im privaten Leben begannen sich die Wege zu trennen. Es kam zu einer Zersplitterung der lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegung. Welche historischen, politischen und gesellschaftlichen Gründe waren dafür ausschlaggebend? Unsere Referentin war Sabine Scheffler, Psychologin, Professorin em., Frauenforscherin, Zeitzeugin.

 

Kann denn Arbeit queer sein?

Ort: Café Loislane, Emser Straße 41, 12051 Berlin-Neukölln

Tag: Dienstag, den 08.12.2015

 

Queere Menschen legen, da sie häufig keine traditionelle Familie haben, besonders viel Energie in ihr Arbeitsleben. Sie sind besonders karriereorientiert, sie stellen an ihre eigene Arbeitsleistung besonders hohe (Selbstverwirklichungs)ansprüche, sie sind überangepasst im Erwerbsleben, auch, um Diskriminierungen vorzubeugen. Trotzdem schützt das oft nicht vor Ausgrenzung. Allerdings gibt es ja auch bestimmte Berufsfelder, in denen sich offenbar besonders häufig queere Menschen tummeln. Ist an diesen Vorurteilen etwas dran, oder stimmt das Alles gar nicht mehr? Sind queere Menschen häufiger von Mobbing und Burn-out betroffen? Welche Bedingungen brauchen queere Menschen, um in ihrem Arbeitsumfeld zufrieden und gesund arbeiten zu können? Wir möchten Alle in unserer Arbeit gesund bleiben. Das ist aufgrund von Verdichtung, Beschleunigung, Konkurrenz, Multitasking, Zeit- und Qualitätsmanagement und der allgegenwärtigen Angst vor dem Absturz nicht einfach. Um so wichtiger ist es, gemeinsam zu besprechen, was gut für uns ist und was wir dazu tun können!

 

Wie fremd bin ich?

Ort: Café Loislane, Emser Str. 41, 12051 Berlin-Neukölln

Tag: Dienstag, den 21.04.2015

 

Die Scheu vor uns fremd erscheinenden Menschen zu verlieren, ist wichtig. Und zwar unabhängig davon, ob wir diejenigen sind, die sich in ein fremdes Umfeld hineinbegeben, oder ob wir diejenigen sind, die in unseren eigenen Lebenszusammenhängen fremden Menschen begegnen. Gut miteinander auskommen können wir jedoch nur, wenn wir neugierig aufeinander sind und uns - nicht nur sprachlich - verstehen. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe wollen wir uns daher u.a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Kann ich einem anderen Menschen Eigenheiten meiner Kultur verständlich machen? Bedeuten gleiche Begriffe auch immer das Gleiche? Merke ich, wenn ich anderen unausgesprochene Normen meiner Kultur vermitteln möchte, die ich selber vielleicht gar nicht durchdacht habe? Jenseits aller Unterschiede, wo liegen unsere Gemeinsamkeiten?

 

„Nur Stämme werden überleben“ - Unser Wunsch nach Leben in Gemeinschaft

Ort: Stadtrand Selbsthilfekontaktstelle, Perleberger Str. 44, 10559 Berlin-Moabit

Tag: Mittwoch, den 25.02.2015

 

Wir alle möchten und brauchen Kontakt zu anderen Menschen. Viele queere Menschen scheinen sich dies zu wünschen, gerade auch, wenn sie älter werden. Uns fallen sicher einige Vorteile des gemeinschaftlichen Lebens ein, wie: „nicht allein sein“, „Anregungen und Austausch bekommen“, „Sicherheit“, „Spaß miteinander haben“, „sich zusammen weiterentwickeln“, „die Möglichkeit gemeinsamer Projekte unterschiedlicher Art“, „ökologischeres und effizienteres Nutzen von Ressourcen“. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe wollen wir uns damit beschäftigen, wie unsere persönlichen Wünsche nach Gemeinsamkeit und Gemeinschaft eigentlich aussehen. Was wünschen wir uns ganz persönlich? Wie gehen wir mit dem Spannungsfeld um, dass ursprünglich viele von uns aus einengenden Zusammenhängen in der Provinz oder der Familie geflüchtet sind?

Den Blogeintrag über diese Veranstaltung findest du hier!

 

Queer Wohnen und Leben im Alter – nichts ist unmöglich

Ort: Berliner Männerhaus, Gleditschstr. 32, 10781 Berlin-Schöneberg

Tag: Donnerstag, den 16.10.2014

 

Unsere fünfte Diskussionsveranstaltung hatte das Thema 'Queer Wohnen und Leben im Alter'. Zusammen mit Holger Schweitzer - dem verantwortlichen Architekten, Projektentwickler und Bewohner des ersten Berliner Männerhauses - und Kirsten Schaper vom Lesbenzentrum RuT und dem Neuköllner Lesben- und Frauenprojekt RuT-FrauenKultur&Wohnen, sprachen wir über den Hintergrund, das Konzept und die Realisierung unterschiedlicher Formen gemeinschaftlichen Wohnens. Wie gestaltet es sich im Alltag? Welche Bedürfnisse gibt es hier? In welchen Bereichen kann es zu Konflikten kommen und wie lassen sich diese lösen? Außerdem wurde darüber diskutiert, ob solche Projekte auch für uns eine Option sind und welche anderen Möglichkeiten und Ideen es noch gibt.

 

Bowling alone

Ort: Café Loislane, Emser Str. 41, 12051 Berlin-Neukölln

Tag: Dienstag, den 29.04.2014

 

Unsere dritte Diskussionsveranstaltung trug den Titel 'Bowling Alone' und bezog sich auf den Trend hin zu wachsender Individualisierung in Großstädten wie Berlin. Was auf der einen Seite die Chance bietet, das Leben selbstbestimmt zu gestalten, bedeutet auf der anderen Seite jedoch oft Isolation und Einsamkeit. Die Zahl der Menschen, die es in der Metropole schwierig finden, dauerhafte Kontakte und tragende persönliche Bindungen herzustellen, scheint deutlich zu steigen. Wie kommt das? Sind es die gestiegenen Arbeitsanforderungen mit Stress, Arbeitsverdichtung, Mobbing und so weiter, die dafür sorgen, dass mensch abends nach Hause kommt und nur noch Ruhe, TV oder Internet haben will?

 

Lesben & Schwule - was haben wir miteinander zu tun?

Ort: Café Sally Bowles, Eisenacher Str. 2, Berlin-Schöneberg

Tag: Mittwoch, den 29.01.2014

 

Mit dem Titel 'Lesben & Schwule – was haben wir miteinander zu tun?' setzte sich unsere Veranstaltungsreihe im neuen Jahr fort. Ausgehend von der Frage nach unseren Gemeinsamkeiten und Unterschieden, wurde über die Sensibilisierung für Geschlechterrollen, über alternative Geschlechterkategorien und die bisweilen recht unterschiedliche Geschichte lesbischer und schwuler Bewegung(en) in Deutschland diskutiert. Auch sprachen wir darüber, was wir - trotz oder gerade wegen unserer verschiedenen Lebenswelten - voneinander lernen können. Sind die Lebenswelten überhaupt so verschieden, wie manche behaupten? Gibt es nicht bereits Überschneidungen?

 

Wie lebe ich queer?

Ort: Café Sally Bowles, Eisenacher Str. 2, Berlin-Schöneberg

Tag: Dienstag, den 22.10.2013

 

Die erste Veranstaltung trug den Titel 'Wie lebe ich queer?' und fand im gemütlichen Schöneberger Café Sally Bowles statt. Nach einer kurzen Einführung zum Thema, stiegen wir auch schon ins Gespräch ein. Wir sprachen darüber, was queer für jede_n der Anwesenden bedeutet. Dabei stellten sich viele Frage: Ist 'queer' bloß eine Floskel, ist es ein politischer Kampfbegriff ohne persönlichen Bezug oder entwickelt sich tatsächlich so etwas wie eine queere Identität mit einem Bedürfnis nach eigenen Lebensräumen? Wie lebe ich mein queeres Leben? Lebe ich überhaupt queer oder doch eher lesbisch, schwul, bi, etc.? Welche Ansprüche stelle ich an mein queeres Leben und welche Räume braucht es?

Den Blogeintrag über diese Veranstaltung findest du hier!

QueerGEIST e.V.

Projekt für ein queeres Gemeinschaftszentrum in Berlin

 

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