Eine queere Gemeinschaft

Das Wort „queer“ (deutsch: quer, schräg) steht für 'andere' Lebensentwürfe im Vergleich zu traditionellen konservativen Familiennormen und greift wie „schwul“ ein ursprüngliches Schimpfwort auf, verwendet und transformiert es dadurch zum Umgangswort und besetzt es positiv. Queer steht für Menschen, die sich nicht oder nicht ausschließlich an heterosexuellen Lebensentwürfen orientieren und ist offen für alle, die sich zugehörig fühlen. Queer steht für Aufgeschlossenheit, für Kooperation, für Vorurteilsfreiheit, Aufhebung von Grenzen und auch für Internationalität. Queer bedeutet Wertschätzung von Verschiedenheit.

 

Das entspricht zunehmend der Lebensrealität von Menschen, denen die Definition von schwul, trans*, bisexuell, lesbisch etc. zu eng ist; es entwickelt sich eher eine „queere“ Identität. Queere Lebensformen entwickeln sich zunehmend zu einer wichtigen Ergänzung aller anderen den Menschen Halt und gegenseitige Verantwortlichkeit gebenden Lebensbindungen wie Ehe, Familie, den ebenfalls zunehmenden Patchwork-Familien oder religiösen bzw. säkularen Gemeinschaften. Familie ist dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Für queere Menschen ist die Schaffung eigener offener Orte ein wichtiger Schritt zur stabilen Identitätsbildung und zur Entwicklung tragender emotionaler Beziehungszusammenhänge.

 

Queere Menschen haben in den letzten Jahren bereits viele Initiativen und Orte geschaffen, die bei konkreten Problemen wie Sucht, psychischen Erkrankungen, HIV/Aids oder dem Coming-Out unterstützend zur Seite stehen. Sie übernehmen hier Verantwortung im Sinne einer sozialen Gemeinde füreinander und gestalten ihre gemeinsame Zukunft.

Allerdings sind diese Orte bisher hauptsächlich an Problemen orientiert. Dazu gibt es eine kommerzielle Infrastruktur. Es fehlt der ganz normale Ort der nachbarschaftlichen Kommunikation und Begegnung, wo die Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, der ethnischen Zugehörigkeit oder der Weltanschauung sein können. Seit jeher eine Grundvoraussetzung für menschliches Zusammensein.

Warum QueerGEIST?

Den Begriff Geist wollen wir vielseitig und ganzheitlich verstehen. Wir möchten die Dinge geistig durchdringen, sprich nachdenken, verstehen und kritisch beleuchten. Auch einen Geist offenen und konstruktiven Disputs wollen wir fördern. Unser ganzheitlicher Ansatz umfasst ebenso, den Geist der Erneuerung und Veränderung zu rufen.

Ganz wichtig ist uns, den Geist der Solidarität zu erhalten und wiederzubeleben. Geistige Nahrung wird es sicher bei uns geben, und wenn auch die Seele und der Körper nicht zu kurz kommen, sind wir zufrieden. Der Geist im Sinne von Aufklärung und Vernunft ist uns sympathisch, doch wissen wir, dass sich der menschliche Erkenntnisgewinn auf vielfältigen Ebenen bewegt. Neugierig und offen wollen wir sein auf vielen Ebenen und unterschiedliche Wege und Ansätze und Menschen willkommen heißen.

Wie wollen wir das Projekt mittelfristig finanzieren?

Das offene queere Kommunikations-, Informations- und Kulturzentrum soll den bezirklichen Nachbarschafts- und Stadtteilzentren nachempfunden sein. Um den Fortbestand und die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, strebt der QueerGeist e.V. daher mittelfristig eine Finanzierung des Zentrums aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gemäß der Kooperationsvereinbarung mit dem DPW zur Umsetzung des Infrastrukturprogramms Stadtteilzentren, sowie aus Mitteln der Selbsthilfeförderung und der Gesundheitsförderung an.

QueerGEIST e.V.

Projekt für ein queeres Gemeinschaftszentrum in Berlin

 

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