Wir stellen uns vor...

Eine website kann etwas sehr Anonymes, Unpersönliches sein oder aber eine virtuelle Begegnungsstätte. Wie sich eine website nach außen präsentiert, hängt letztlich wohl von ihrem Ziel und Zweck ab. Da sich QueerGEIST e.V. in erster Linie als ein Ort des Kennenlernens und des Gedankenaustauschs versteht, möchten wir hier die Gelegenheit nutzen, uns einmal persönlich vorzustellen und euch zu erzählen, weshalb wir uns im QueerGEIST e.V. engagieren.

Franziska

Ich heiße Franziska und bin seit Anfang 2013 im QueerGEIST e.V. tätig und nun auch im Vorsitz. Ich erzähle nicht so gern über mich, sondern höre lieber zu. Ich versuche hier mal ein paar Sätze…

Schon in meiner Kindheit lernte ich, mich daran zu gewöhnen, dass ich mich in vielen Denk- und Lebensbereichen unterscheide. Ich fühle mich angezogen von allem was anders ist, als von der Norm gelebt, Ideen, die anders sind oder Menschen, die irgendwie raus stechen aus der mitlaufenden Masse. Ja, ich bin eine Positivdiskriminiererin und das nutze ich, um das Schöne darin zu zeigen.

Mit 20 verliebte ich mich zum ersten Mal in eine Frau und sah mich als bisexuell. Mit 28 hatte ich dann meine erste lesbische Beziehung und brauchte hier eine Weile zu akzeptieren, dass auch das bei mir anders ist. Ich hatte nach außen ein unkompliziertes Coming Out, wofür ich sehr dankbar bin. Damit kamen dann auch weitere Definitionsauseinandersetzungen und neue Wörter hinzu, mit denen ich meine Geschlechtsidentität formulieren konnte. In der lesbischen Community allein, fühle ich mich nicht zu Hause und möchte über diesen Tellerrand hinaus sehen. Letztendlich fällt es mir auch schwer, in Schubladen zu denken und mich für eine zu entscheiden. Daher fühle ich mich als queer und bin damit sehr frei.

 

Auch in meiner beruflichen Identität gehe ich meist neue und andere Wege. Ich habe Gesundheitsförderung studiert und es zu meiner Profession gemacht, Individuen zu unterstützen selbstbestimmt und in respektvoller Abstimmung mit ihrer Umwelt ihre gesundheitlichen Belange in die Hand zu nehmen. Ich engagiere mich viel, um die Gesundheitsförderung zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe zu machen. Dazu gehören für mich ein ganzheitliches Verständnis von Menschen und ein nachhaltiges Zusammenleben in und mit der Natur. Jede_r von uns trägt die eigene Lösung in sich und ich möchte auf diesem Weg eine Begleiterin sein.

 

In der Idee des QueerGEIST e.V. sehe ich die Möglichkeit einen offenen Raum zu schaffen, in dem entstehen kann, was entstehen will, in dem wir uns frei entfalten und lebensfördernde Gedanken, Kommunikationen und Aktivitäten gestalten können.

Ich lebe positiv, soweit es mir möglich ist nachhaltig, ich reflektiere viel und liebe neue, andere Ideen. Ich arbeite für Chancengerechtigkeit, Selbstbestimmung und Liebe zu dem was wir tun, was um uns ist und denen, denen wir begegnen. Mir ist ein respektvoller Umgang mit mir selbst, mit Anderen und mit unserer wunderschönen Natur wichtig. Dies möchte ich teilen und auch in einem queeren Gemeinschaftszentrum umsetzen. Dort freue mich auf viele neue Geschichten von Menschen, die irgendwie besonders, anders, freaky, daneben, interessant, offen, frei, schön, hässlich, boyish, girly, frech oder schüchtern sind.

Ob Sozialromantik oder nicht, ich kreiere lieber dieses Utopia einfach, statt mich von Gegenargumenten, Ängsten oder "schlechten" Erfahrungen bremsen zu lassen. Und mit dem bestehenden Team kann ich mir ein wunderschönes queeres Utopia vorstellen zu kreieren.

Tareq

Ich bin Tareq, geboren im Juni 1997 in Syrien, und bin seit Juli 2016 in Deutschland. Seit November 2016 arbeite ich ehrenamtlich bei QueerGeist e.V. Ich betreue den Bereich Social Media, helfe beim Übersetzen vom Deutschen ins Arabische und arbeite im Projekt 'Queer Refugees Welcome' mit, bei dem ich die Veranstaltungen unserer Willkommensgruppe koordiniere und Kontakte zu anderen Organisationen und Institutionen im Bereich Networking herstelle bzw. aufrecht erhalte.

 

Mein Abitur habe ich 2015 in Syrien gemacht und bin als ein Student nach Deutschland gekommen. Während meiner Schulzeit habe ich besonders die Fächer Chemie und Biologie gemocht. Schon als Kind hatte ich Interesse für Berlin und begeisterte mich für das Brandenburger Tor. Es war wirklich mein Traum. Und nun bin ich endlich hier.

 

Bereits als Jugendlicher war es mir wichtig, mich in verschiedenen Organisationen zu engagieren. Deshalb habe ich in Syrien mit Kindern u.a. bei UNICEF gearbeitet. Außerdem interessiere ich mich für LSBTTIQ* und das Leben mit HIV. Ich habe schon einiges dazu gelesen, und würde mich gerne mit anderen Leuten darüber austauschen. Auch möchte ich queere Menschen in Syrien unterstützen und die Geschichten von LSBTTIQ* und HIV positiven Leuten - hier oder in anderen Ländern - hören und anderen zugänglich machen.

 

Als ich in der achten Klasse war, begann der Krieg in Syrien. Das hat mich gelehrt, wie man außerhalb seiner Heimat leben kann, und dass man anderen Menschen helfen muss. Bei QueerGeist fühle ich mich wie in einer großen Familie. Sie haben mir bei vielen Sachen wie z.B. beim Deutschlernen geholfen. Ich bin sehr glücklich, mit dabei sein zu können und mich mit ihnen auszutauschen. Ich freue mich, dass ich neue Freunde in Deutschland finden konnte.

QueerGEIST e.V.

Projekt für ein queeres Gemeinschaftszentrum in Berlin

 

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